„Empathy Project“ Labor, Uni Salzburg, 2012

Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst der Paris Lodron Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg, Programmbereich Künstlerische Anthropologie 2012 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Nicole Haitzinger und Magdalena Chowaniec

Das DJ & Performance Project „Empathy“ startete im Dezember 2011. In einer ersten Annäherung hat das tanzbuero PerformerInnen, TänzerInnen und ChoreografInnen eingeladen, sich mit den Verfahrensweisen der DJ-Kultur auseinanderzusetzen.

In diesem Labor treffen DJs, PerformerInnen und TheoretikerInnen zusammen, um das Phänomen des „unisono“ in der Zwischenzone von Bewegung und Musik zu untersuchen. Welche Faktoren bestimmen unsere Entscheidungen, wenn wir zu Musik tanzen und Musik „choreografieren“? Gemeinsam analysieren wir verschiedene Musikstile und die daraus hervorgegangenen Musikkulturen. Wir experimentieren mit ihrer Verkörperung, um schließlich mögliche Adaptierungen für die choreografische Praxis zu finden. In die verschiedenen Sounds, Beats und Frequenzen eintauchend schreiben wir unsere eigene Musikgeschichte; unsere Körper(-Teile) nützen wir zur Übermittlung von hörbarer Information. In einem wucherndem Archiv versammeln wir kinästhetische, räumliche, körperliche und theoretische Referenzen und kartografieren akustische, haptische, soziale und visuelle Zeichen von Musik.

Die Idee dieses Workshops ist, Tanz als Untersuchungsgegenstand für das Konzept der Empathie zu nutzen und künstlerische Praxis in einen Dialog mit philosophischem Denken treten zu lassen: Das bedeutet, Bewegung sowohl als Medium des unmittelbaren Enactments von Empathie einzusetzen als auch zum Bezugspunkt der philosophischen Analyse und Reflexion zu wählen. Die (Projekt)TeilnehmerInnen sollen künstlerische Explorationen machen, in Performances übersetzen und dabei intuitive Arbeit sowie theoretisch-kritische Reflexionen miteinander verbinden.“

Die Choreografin und Performerin Magdalena Chowaniec, einer der Shootingstars des zeitgenössischen Tanzes der letzten Jahre, und der in doppelter Funktion als DJ und Soziologe agierende Mathias Weiss, kooperieren für die Fortsetzung des Projektes im Rahmen der Schmiede12 (September 2012) und des tanz_house Festivals 2012 (Oktober 2012). In einer experimentellen Versuchsanordnung werden sie sich zusammen mit Tänzern und Tanzinteressierten, Performern, Choreografen, DJs und Musiker mit der Bewegungssprache von Clubpartys befassen. Welche Gesten und Bewegungen produziert ein DJ als Performer? Wie verläuft die Interaktion zwischen Misch-Pult und Dancefloor? Welche Strategien der Inszenierungen gibt es? Zwei Tage arbeiten Magdalena Chowaniec und Mathias Weiss mit ihren Workshopteilnehmern an der Inszenierung einer „performativen Party“, die das gewohnte Kontinuum des DJings durch dekonstruierende, ironische und punkige Momente unterbricht.

Links:

http://www.tanzbuero.net/de/2013/11/05/dj-und-performance-projekt/
https://www.w-k.sbg.ac.at/de/archiv/arts-humanities/forschung/kunstlerische-anthropologie.html
https://ddmarchiv.sbg.ac.at/index.php/veranstaltungen/verschiedenes/17-empathie

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